Au Pair Kontaktbörse

Ich bin zu der Entscheidung gekommen hier eine Au pair Kontaktbörse zu integrieren. Ich denke, dass viele Interesse haben Kontakte zu anderen Au Pairs zu erhalten, die sich auch derzeit in Deutschland befinden. Vielleicht klappte es und die Kontaktbörse füllt sich mit Leben !

Als Gastmutter habe ich die Erfahrung gemacht, dass, gerade Anfangs, die Au Pairs so eine Seite recht nützlich finden können. Gerde in Gegenden, wo Au Pairs nicht so stark vertreten sind, entwickeln sich so gute Möglichkeiten sich trotzdem auszutauschen.

Ich wünsche viel Spaß dabei !!!

Aupair – Angestellte oder Familienmitglied?

Die Beziehung zu einem Au-Pair ist in der Regel eine neue Erfahrung, schließlich handelt es sich einerseits um jemanden, der ganz rational betrachtet eine Dienstleistung gegen Entgelt erbringt, andererseits ist ein Au-Pair der Familie -insbesondere den eigenen Kinder- so nah, wie kaum jemand anders. Schließlich teilt man mit einem Angestellten auch selten das eigene Heim so intensiv, wie mit einem Au-Pair.

Doch wie gestaltet sich hieraus die Beziehung? Die Standardantwort: Es kommt darauf an ist sicherlich korrekt, wie immer, aber auch wie immer wenig hilfreich.

Es kommt im wesentlichen darauf an, worauf sich beide Parteien einlassen wollen, wobei sich in der Regel jedoch weder das eine Extrem (Angestellte) noch das andere Extrem (Familienmitglied) einstellen wird.

Ich persönlich tendiere eher in die Richtung das Au-Pair als Familienmitglied zu betrachten, wobei sich Au-Pairs hierauf in verschiedener Form einlassen. Hintergrund meiner Grundeinstellung ist, dass sich ein Au-Pair in der Familie wohlfühlen soll, um somit auch für die Kinder so fürsorglich sein zu können, wie ich es wünsche. Als Familienmitglied erwarte ich die Flexibilität von dem Au-Pair, die ich auch von einer großen Schwester meiner Kinder erwarten würde. Andererseits kann das Au-Pair im Gegenzug auch erwarten, sehr ähnlich, wie ein Familienmitglied behandelt zu werden: Egal, ob es um Essengehen, Familienveranstaltungen oder gemeinsamen Urlaub geht.

Meine Grundeinstellung führt sicherlich zu höheren Au-Pair Kosten, aber m.E. auch zu einem entspannte Zusammenleben.

 

Das Jahr geht zu Ende…und dann?

Viele Au Pairs fangen während des Aufenthaltes an, sich Gedanken über Ihre Zukunft zu machen. Anfangs ist noch alles neu; Kultur, Essen, Umgebung, Freizeitgestaltungen…alles bricht auf einen ein. Aber spätestens so ab der erreichten Mitte des Jahres stellt sich die genannte Frage, bei dem einen eher oder später. Nun, was gibt es für Möglichkeiten ? Das Au Pair Visum kann ja nicht verlängert werden. Dazu einfach mal unsere Erfahrungen mit unseren Au Pairs:

- zwei haben sich nach dem Deutschlandaufenthalt ein Visum für Österreich geholt und dementsprechend auch eine Gastfamilie dort gesucht und das Jahr in Österreich verbracht. Danach haben sich beide noch ein Visum für die Schweiz besorgt und haben dort ein Au Pair Jahr verbracht.

- ein Au Pair ist mit ihrem damaligen Freund (und jetzigen Mann) in sein Heimatland Rumänien gezogen

- ein Au Pair ist zu der Schwester nach Süddeutschland und hat nach einem Jahr Deutsch-Vorbereitungskurs nun angefangen zu studieren. Sie hatte allerdings bereits ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen

- ein Au Pair hat direkt in unserer Stadt eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht. Sie kam aber aus einem EU Land.

Aupair-Auswahl – eigentlich ganz einfach, oder?

Bei den ersten Überlegungen über das Herkunftsland eine Au-Pairs stehen die 1. Welt-Länder (wie ein Au-Pair von uns sagte) sicherlich an erster Stelle der Überlegungen. Länder, wie USA, Großbritannien, Schweden etc. gehören zu den bevorzugten, da man in diesen Ländern von einem hohen Bildungsniveau und auch von einem besseren Verständnis unserer Lebensweise ausgeht. Bestenfalls sollte das Au-Pair aus guten Hause stammen und ein Studium abgeschlossen haben.

Doch dieser Gedankenansatzhat einen wesentlichen Fehler. Warum sollte ein junger Mensch mit einem solchen Hintergrund in ein Au-Pair Jahr investieren. Als Antwort kommt hier regelmäßig: ‘um die Kultur und Sprache eines fremden Landes kennenzulernen.’ Die Aussage ist i.d.R. richtig und genau hierin liegt auch die Problematik.

Gehen Sie davon aus, dass ein Aupair, je besser es ausgebildet ist und je wohlhabender das Heimatland ist / die Eltern sind, desto höher sind auch die Erwartungen an Sprachkurs, Unterkunft und Freizeitprogramm. Die Gefahr, dass die Betreuung der Kinder das Mittel zum Zweck oder böse ausgedrückt ein lästiges aber unvermeidbares Übel sind, ist groß.

Bei einem unserer letzten Au-Pairs handelte es sich um eine Juristin aus Mexiko, die deutlich mehr Spiele der Fußball WM 2006 in Deutschland erlebt hatte als wir. Sie war höflich, gebildet und hat großzügig Buch über jede Minute geführt, die sie tätig war. Dies beinhaltete u.a. dann auch Ausflüge an denen Sie uns begleitet hatte oder Zeit die sie im Internet verbrachte, während wir bei Nachbarn waren. Leider haben wir erst später erfahren, dass unsere Tochter auch gerne mit Fernsehen und ähnlichen Aktivitäten ‘beschäftigt’ wurde, um eigenen Themen nachzugehen.

Bei unserer letzten Au PairAuswahl haben wir daher vielmehr die Bewerberinnen berücksichtigt, die auch aus einem familiären Umfeld, bestenfalls mit jüngeren Geschwistern stammen und somit den Umgang mit (kleineren) Kindern gewohnt sind. Ein anderes wesentliches Element ist die Selbständigkeit eines Au-Pairs, da man sicherlich wenig Interesse an einem weiteren Kind in der Familie hat, sind solche Au-Pairs, die bereits Erfahrung im Leben außerhalb der eigenen Familie haben, deutlich besser vor Heimweh gefeit und i.d.R. eine bessere Unterstützung bei allen Aktivitäten im Haushalt.

Ein weiteres Kriterium ist die Motivation bzw. der Grund des künftigen Au-Pairs ein Jahr ins Ausland zu gehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Au-Pairs, die ein solches Jahr als Chance für sich verstehen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben diejenigen sind, auf deren Unterstützung man am meisten bauen kann.

Es gibt jedoch abschließend noch ein klares Ausschusskriterium: Fehlende Sympathie. Ohne ein gutes Gefühl und Freude auf das neue Familienmitglied namens Au-Pair sollte man den Schritt -zumindest nicht mit dieser Person- wagen.

 

Au Pair ….passt oder passt nicht ?!

Uns ist es leider gleich mit unserem allererstem Au Pair passiert. Sie brachte sich sehr schwer in den Familienalltag ein. War eher Nachts wach als tagsüber, dort schlief sie manchmal mehr als meine damals 4 Monate alte Tochter, und das tagsüber! Wenn sie mit uns sprach, dann nur in der Sprache Englisch. Sie hatte zwar ihr A1-Deutsch -Zertifikat abgelegt, aber davon merkten wir leider nicht sehr viel. Für das Kind war es nicht so schlimm, da sie ja noch so klein war. Aber für den Alltag ohne uns so gut wie gar nicht machbar. Leider war es bei ihr auch so, dass sie manchmal auch einfach gar nicht sprach, wenn sie nicht in der Stimmung war. Das erschwerte natürlich alles und war auch nicht zu akzeptieren. Nach mehreren Gesprächen fand ich auch heraus, dass sie auch so zu Hause war. Wenn sie keine gute Laune hatte, so sprach sie mit ihren Freunden nicht mehr oder zu Hause ging sie einfach auf ihr Zimmer. Zusätzlich zu dieser Situation kam noch dazu, dass, nachdem sie 2 Monate bei uns war, ihre Freundin auch als Au Pair nach Deutschland kam, allerdings ca. 800 km entfernt. Nachdem sie das auf der Karte registriert hatte und ganz verwundert war, dass Deutschland so groß ist, wollte sie näher zu ihrer Freundin. Erst versuchte ich es noch mit einigen Gesprächen, ob sie nicht doch bleiben wollte (sie war schließlich unser erstes Au Pair und wir wollten damals irgendwie nicht so schnell aufgeben).Aber als sie sich dann noch beschwerte, dass das Wetter auch so schlecht sei und sie immer draussen nasse Füsse bekam und daher nicht mehr raus gehen wollte und so auch keine Kontakte bekommen konnte, wurde mir die Situation erst richtig deutlich und dann wollte ich auch nicht mehr. Jetzt wollte sie zwar wieder, aber wir als Gastfamilie nicht mehr! Daher entschlossen wir, den Vertrag zu kündigen und für beide eine neue Gastfamilie/ Au Pair zu suchen. Ihre erste Idee war ein Visum für Österreich zu beantragen, aber da es zeitaufwändiger war verblieb das Ziel Deutschland. Zum Glück ging dieses einigermaßen reibungslos, und unser neues Au Pair aus Russland kam zu uns, die auch (wie auch dann alle weiteren Au Pairs) für ein Jahr blieb und wir bis heute Kontakt zu ihr haben (und dies ist nun schon 7 Jahre her!).

Au Pair und Freund…never ending story oder Hans im Glück

Da man ein Au Pair meistens in einem Alter von 18 bis 25 Jahren in die Familie aufnimmt wird natürlich auch das Thema Jungen (oder halt Mädchen) in dem Jahr aktuell werden. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen, wo in keinster Weise Interesse besteht. Aber viele Au Pairs kommen auch nach Deutschland oder mit einem Visum nach Österreich mit der Idee im Hinterkopf hier einen Traummann zu finden. Wir hatten da eigentlich schon diverse Variationen, von einigen wechselnden Freunden im Jahr bis zu der allerersten Liebe!
Da das Au Pair in diesem Jahr wie ein Familienmitglied ist, sollten man es auch wie eine Tochter oder Sohn behandeln, also mit klaren Spielregeln (dies übt schon für später !)
Wie gehabt ist ein offenes Gespräch zwischen Gasteltern und Au Pair hier wieder sinnvoll, um einfach Klarheit zu schaffen, was Sie erwarten und erlauben, z.B. Besuche in Ihrem Haus, Übernachtung des Freundes/der Freundin in Ihrem Haus oder außer Haus schlafen des Au-Pairs.
Von unseren Au Pairs sind derzeit alle, bis auf eine, in Europa geblieben und mittlerweile verheiratet oder leben mit ihrem Freund zusammen. Also, die Mehrheit spricht für ein Happy End!

Das Aupair mit in den Urlaub nehmen?

Generell ist es kein MUSS ein Au Pair mit in den Urlaub zu nehmen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt und auch die finanzielle Lage es zulässt, ist es natürlich eine schöne Sache.
Wir hatten drei Urlaube verbracht, wo wir unser Au Pair mitgenommen hatten. Dies war jedes mal das Ziel Mallorca, da dort die Eltern meines Mannes leben und wir dort eine freie Unterkunft zur Verfügung hatten, sodass es finanziell tragbar war. Die Urlaube waren alle recht entspannend, wir haben zum Glück keine negativen Erfahrungen gemacht diesbezüglich. Im Gegenteil, wir schauen heute noch gerne die Fotos an und erinnern uns an viele lustige Dinge. Für die Au Pairs galt dieses auch als Urlaub, da sie keine Verpflichtungen in dieser Zeit hatten. Aber man sollte dies im Vorfeld zusammen gut absprechen, damit die Erwartungen auch auf beiden Seiten stimmen und das Au Pair seine Urlaubstage nicht schon anderweitig verplant hat.
Ich denke, wenn man einen teuren Urlaub plant, so ist es vollkommen O.K., wenn man das Au Pair nicht mitnimmt. Man kann ja mit dem Au Pair besprechen, wie es seine freie Zeit zu Hause gut gestalten kann oder auch selber eine Reise macht. Eines unserer Au Pairs hatte mal eine Busreise für 5 Tage Paris mitgemacht. Davon spricht sie heute noch.
Au-Pairs können sie in den Urlaub mitnehmen, solange es sich bei dem Urlaubsland um ein Land handelt, das sich dem Schengen Abkommen angeschlossen hat. Das Au-Pair Visum gilt in allen EU-Ländern und in den Schengen Staaten. Falls nicht, sollten man sich vorab gut bei dem zuständigen Konsulat oder der zuständigen Botschaft informieren, welche Visa- Bestimmungen erfüllt werden müssen.

Au Pair Visum verlängern, geht das ?

Oft kommt zum Ende des Jahres die Frage auf, ob eine Möglichkeit besteht, das Au Pair Visum zu verlängern. Gerade wenn man sich gut versteht und alles ein eingespieltes Team geworden ist, würde man gerne eine Verlängerung habe, um nicht wieder alles von Anfang an zu starten.
Aber leider ist in Deutschland das Au-Pair Verhältnis nicht verlängerbar und nur 12 Monate möglich. Nur wenn ein Au Pair bereits vorher kürzer als 6 Monate in Deutschland war gilt dies als Sommer-Au Pair und das Au Pair kann dann ein normales 12 Monate Visum beantragen.
War das Au Pair allerdings mehr als 6 Monate und maximal 12 Monate als au Pair in Deutschland, so kann der Aufenthalt auch nicht noch einmal wiederholt werden.
Was einige unserer Au Pairs gemacht haben, um ihr Deutsch noch mehr zu verbessern, ist, dass sie nach dem Deutschland Aufenthalt ein weiteres Au Pair Jahr in Österreich oder der Schweiz (oder sogar beides) gemacht haben. Ein Visum für Österreich zu bekommen hatte sich bislang als nicht schwierig herausgestellt. So konnten sie auch direkt dorthin reisen und mussten nicht erst mit einem teuren Flug nach Hause, um danach wieder einzureisen.

Kulturschock

Eine Art Kulturschock werden bestimmt die meisten Au Pairs erfahren, vor allem wenn sie aus weit entfernten Ländern eingereist sind. Wichtig ist natürlich vorab schon einmal eine gute Vorbereitung, sich ein wenig mit dem Land auseinanderzusetzen. Aber wenn man dann vor Ort in Deutschland ist, ist es natürlich doch etwas ganz anderes…
Oft ist die Sprache noch nicht zu gut, so dass die Verständigung mit der Familie noch nicht so gut klappt. Das Verhalten der Kinder und auch die Erziehung ist unterschiedlich zu dem eigenen Land, man ist auf einmal ganz alleine, wo oft die eigene Familie da war. Daher ist es auch sehr wichtig seine Sorgen anzusprechen, damit die Gastfamilie so gut es geht helfen kann.
Die beste Voraussetzung einen nicht zu starken Kulturschock zu erleben, ist natürlich die Einstellung die andere Kultur auch erleben zu wollen. Offenheit und Respekt sind hier sehr hilfreich, aber auch die Traditionen oder Gewohnheiten versuchen zu verstehen. Wir finden es auch immer sehr spannend nicht nur die eigene Kultur nahe zu bringen, sondern auch viel von der anderen Kultur zu erfahren. Daher freuen wir uns immer, wenn auch mal landestypisch gekocht wird, oder die Kinder Lieder, Gedichte oder Spiele aus den anderen Ländern erlernen.
Wir haben oft gewisse ‘Überbleibsel’ mittlerweile bei uns in der Familie von unseren Au Pairs. Ob dies nun bestimmt Wörter, Gerichte oder kleine Geschichten sind, und dies macht es ja so spannend und interessant.

Ersten Wochen mit neuem Au Pair

Nun habe ich mich lange nicht mehr gemeldet, da Weihnachten, Neujahr und auch die Einreise und Ankunft in Deutschland von unserem neuen Au Pair aus Indonesien dazwischen lagen. Der Flug war lang mit ungefähr 23 Stunden insgesamt.
Wie sind nun die ersten Wochen wieder mit einem neuen Mitglied in der Familie? Bislang haben wir ein gutes Gefühl und die Deutschkenntnisse sind schon sehr gut. Auch spricht sie perfektes Englisch (wir als Gasteltern können es auch), was wir anfangs nicht so gut fanden, da mann schnell nur auf diese Sprache ausweicht und wir mit unserem ersten Au Pair damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatte, da diese kein Deutsch gesprochen hatte. Nun ist es aber anders, sie spricht schon gutes Deutsch und kann sich daher schon recht gut mit unseren älteren Tochter unterhalten. Momentan empfinde ich die Englische Konversation als recht glücklich, da wir zusammen so gut Dinge besprechen und erklären können und diese auch somit verstanden werden. Also ist zwischen uns derzeit ein Mix der Sprache aus Deutsch und Englisch, wobei das Deutsche aber immer mehr in den Vordergrund kommt. Meine älteste Tochter macht es bislang den au Pairs immer recht einfach, derzeit ist diese schon von ihr voll akzeptiert! bei der Kleinen hat es ein wenig länger gedauert, klappt aber momentan auch schon gut und ich konnte auch schon das Haus verlassen.
Hoffen wir, dass es so positiv weiter geht und drücken fest die Daumen !